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Braucht man einen Manager?

Braucht man einen Manager?

Mein Manager kümmert sich darum, sagen viele Musiker mit deutlich blau gefärbten Augen. „Was sie in Wirklichkeit meinen, ist dass ihr Manager den Gig gerade einer anderen Band gegeben hat“, sagte mir einer meiner Rockstar Helden Bret Michaels, Sänger von Poison in einem Interview. Gelegentlich bedarf es offenbar etwas Aufklärungsarbeit: Braucht man einen Manager? Wann und wofür? Gibt es Alternativen?

Wer braucht einen Manager?
Künstleragent Harry Fox wiederholt gerne seit Jahren: „Einen Manager braucht man dann, wenn es etwas zu managen gibt“. Demnach lohnt es sich, einen Manager zu engagieren, wenn einem als Musiker definitiv die Arbeit über den Kopf wächst. Also dann, wenn der Tag nicht genügend Zeit mehr bietet, um sich neben der Musik auch um das Booking, die Promotion oder den Papierkram zu kümmern.

Etwas anderes ist ein Agent
Genau genommen ist das, was viele Musiker als Manager bezeichnen eigentlich ein Agent. Während der Manager vorwiegend Verwaltungsaufgaben erledigt, ist ein Agent jemand, der dem Musiker „Arbeit“ beschafft, also Gigs und Studiojobs vermittelt oder sich um einen Plattendeal bemüht. Begriffsdefinition hin oder her, interessant ist, wie man als Musiker mit einem Agenten zusammenarbeitet.

Exklusiv
Wer sich exklusiv an einen Agenten bindet, setzt alles auf eine Karte und bringt sich in eine gewisse Abhängigkeit. Vor einer exklusiven Bindung solltet Ihr also den Agenten genaustens unter die Lupe nehmen. Selbst wenn es sich um einen großen Namen in der Branche handelt, ist es klug, wenn Ihr seine Aufgaben wörtlich im Vertrag festhaltet. Zwar mag auch unter den großen Agenten kaum jemand Garantien bezüglich Gigs und Plattendeals geben, dennoch könnt Ihr vertraglich verlangen, dass der Agent seine Arbeit Euch gegenüber belegt. Dies kann zum Beispiel in Form von Absageschreiben (eMails) von Veranstaltern und Labels geschehen. Was Ihr vermeiden wollt, ist dass Ihr Euch an einen Agenten bindet, der nichts für Euch tut, während Euch selbst die Hände gebunden sind (oder Ihr Eure Gigs selbst bucht und den Agenten prozentual beteiligen müsst).

Eingeschränkte Exklusivität
Eine Alternative zum Exklusivvertrag ist eine eingeschränkte Exklusivität. So könnt Ihr einem Booking Agenten exklusive Rechte für ein bestimmtes Gebiet (Postleitzahlengebiet, Stadt, Bundesland) einräumen. Wenn Ihr jemanden sucht, der Euch einen Plattendeal beschafft, könnt Ihr seine Rechte auf gewisse vorher festgelegte Labels, zu denen er gute Kontakte hat, begrenzen. Eine weitere Möglichkeit ist eine zeitliche Einschränkung, also eine Art Vermittlungsfrist. Hier wären drei bis sechs Monate angemessen, es gibt jedoch auch Agenten, denen eine Woche genügt, um ihre Labelkontakte abzuklappern.

Bei der eingeschränkten Variante bleiben Euch im Falle eines Totalausfalls seitens des Agenten noch weitere Optionen, selbst oder mit Hilfe weiterer Agenten tätig zu werden.

So viel wie möglich selbst tun
Niemand wird sich so intensiv um Eure Karriere kümmern wie Ihr selbst. Jeder Agent, den Ihr engagiert sollte lediglich ein ausgestreckter Arm, eine art Verstärker sein, mit dessen Hilfe Ihr Kontakte erreichen könnt, die Euch alleine verwehrt bleiben.

Viele der wirklich großen Stars haben sich vor ihrem Durchbruch selbst um ihre Karriere gekümmert, vom Booking über das Label-Shopping bis hin zur Steuererklärung: Kiss, Jon Bon Jovi, Kid Rock, Alice Cooper und viele mehr.

Abschließend und abrundend der Rat von Rockstar Bret Michaels: „Take care of the farm yourself“.

 

Viel Erfolg

– Julian Angel

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

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