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Musik und Marketing: mehr geht immer

Musik und Marketing: mehr geht immer

Nach oben ist immer Luft. Wir können immer nach mehr streben, müssen dann aber auch mehr dafür tun. Wann ist es aber genug? Hin und wieder begegnen wir anderen Menschen oder Kollegen, die neue Maßstäbe setzen und uns eine Orientierung geben.  Ein paar Beispiele…

Tatsächlich mache ich jeden Tag kurz nach dem Aufstehen ein paar Übungen, um meinen von Headbanging, Bühnenspringen und Schreibtischsitzen beanspruchten Rücken auf Vordermann zu bringen. Dazu gehören auch zwanzig Situps. Das habe ich bisher für 6.00 Uhr morgens als ganz passabel empfunden, bis mir jemand mit perfektem Sixpack erzählt hat, dass er ihrer siebzig macht. Das Ergebnis scheint den Aufwand zu bestätigen.

Wie kommt es also, dass manche Musiker mehr Erfolg haben als andere, gleich wie man den Erfolg definiert? Über die Ästhetik, Schönheit und Qualität der Musik entscheidet am Ende der Geschmack der Hörer. Um aber dem Hörer überhaupt Gelegenheit zu geben, zu entscheiden, müssen wir ihn zunächst erreichen. Und da kommt das Marketing ins Spiel – oder das, was man als Musiker eben alles tun kann. Doch wovon müssen wir ausgehen? Welcher Einsatz erwartet uns?

Das Budget
Ich komme bei meinen Alben immer mit einem Promotionbudget von rund 1.000 Euro hin. Dafür arbeite ich aber sehr zielgerichtet, spreche definitiv nur genau diese eine Zielgruppe an, um Streuverluste zu vermeiden. Produzent Jörg Maire dagegen schraubte sein Budget auf Grund guter Erfahrungen inzwischen schon auf 2.500 Euro hoch, und es scheint sich zu lohnen. Entscheidend ist, dabei die Anforderungen und das (Kauf)potential des jeweiligen Marktes (der Stilnische) zu beachten. In manchen Stilistiken geht einfach mehr als in anderen.

Die Menge
Es ist eine beachtliche Leistung, sich selbst als Musiker einen Medienverteiler von 50 bis 100 Kontakten aufzubauen, zu pflegen und persönlich mit CDs, EPKs und Mitteilungen zu bemustern. Professionelle Promoter gehen aber von größeren Stückzahlen aus: „150 bis 200 Kontakte in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben da schon eine bessere Wirkung“ sagt Birgitt Schwanke von GerMusica Promotion, die unter anderem PR Kampagnen für die Rolling Stones, Peter Gabriel und Herbert Grönemeyer gemacht hat – und das Thema bei der diesjährigen MusicBiz Madness Konferenz in Frankfurt vertiefen wird.

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Direktmarketing und Konversion
Acht bis zehn Prozent beträgt die Öffnungsrate des Newsletters eines bekannten Instrumentenmagazines. 30% während der Musikmesse. Erfolgreiche Internetmarketer streben dagegen Öffnungsraten von über 70 Prozent an und freuen sich über Konversionen im Bereich von 10 bis 20%. Ein Zehntel bis ein Fünftel der Abonnenten schlagen also bei Kaufangeboten zu. Beim Vorverkauf meines Albums „California Suntan“ waren es sogar knapp über 30 Prozent (richtig, auch hierzu erfahrt Ihr die Hintergründe bei der Konferenz). Daran sehen wir, wie viele Abonnenten wir regelmäßig mit guten Inhalten versorgen müssen, um eine bestimmte Anzahl an CDs, mp3s, T-Shirts o.ä. loszuwerden.

Mehr Qualität vs. mehr Quantität
Gerade das Thema Newsletterabonnenten  ist ein guter Anlass, um die Qualität der Kontakte über deren Anzahl zu stellen. Wir wollen keine gleichgültigen Abonnenten haben, die, ähnlich wie häufig bei Facebook Likes, sich mal schnell eintragen. Wir wollen unsere Botschaft gezielt an die richtigen Menschen bringen: Fans unserer Musikrichtung, die bereit sind, Musik zu kaufen, die vielleicht sogar selbst aktiv nach neuer Musik suchen. Medien, die von Fans unserer Musikrichtung gelesen und gehört werden – und nur von diesen Fans.

Sind wir beispielsweise im Bereich Minimal House beheimatet, ist ein Magazin oder Blog, in dem auch Trance-Themen zur Sprache kommen, fast schon wieder zu allgemein. Auch die gängigen Metalmagazine an den Zeitungsständen haben schon eine zu weit gefächerte Leserschaft.

Mit einer ganz gezielten Vorgehensweise lassen sich also einmal die Wirkung der Promotion verstärken und darüber hinaus gerade bei kleineren Budgets viel Geld sparen. Was bleibt, ist die kritische Auswahl und Einordnung der passenden Medien – und auch hier wären wir dann wieder beim Thema „mehr“: mehr Kontakte, mehr Genauigkeit, mehr Qualität, mehr Sorgfalt bei der Auswahl, mehr investierte Zeit…

Viel Erfolg – Julian Angel

P.S. die MusicBiz Madness Konferenz 2014 findet am 12.10.  in Frankfurt statt. Alle Infos findest Du hier.

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

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