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Recorded Music Challenge Teil 2: Sync

Recorded Music Challenge Teil 2: Sync

Es war ja klar, dass in der Recorded Music Challenge auch mein Lieblingsthema Sync vorkommen würde. Also, dann lieber gleich im heutigen zweiten Teil.

Sync?
Sync kommt von „synchronisieren“ und bedeutet das zeitliche Ineinklangbringen von bewegten Bildern und Music? What? Es geht um Musik für Filme, Fernsehen, Werbespots, Computerspiele, Industriefilme und so weiter.

Hiermit lässt sich sowohl im Haupt- als auch im Nebengeschäft ordentlich Geld verdienen. Für die Nutzung Deiner Musik in sogenannten audiovisuellen Produktionen kannst Du sowohl Geld für die Nutzung der Aufnahme (Masterlizenz) bekommen als auch für die Aufführung bzw. Sendung im Fernsehen in Form von Tantiemen (GEMA, AKM, SUISA, ASCAP, BMI etc.).

Und wie viel Geld gibt es?
Filmproduktionsfirmen verwenden ca. 5% ihres gesamten Budgets für die Musik. Da Deine Musik zunächst nahezu ausschließlich in Independent Filmen Platz finden wird, liegen die Masterlizenzen im drei- bis vierstelligen Bereich, alles ist möglich von 300 bis 2.000 Dollar. Dabei spielt auch die Länge des verwendeten Songausschnitts eine Rolle und ob der Song im Vordergrund oder eher als Hintergrundmusik in einer Kneipe spielt.

Bei Werbung gerne deutlich mehr, doch auch hier hängt die Höhe der Lizenz klar vom Auftraggeber und der Art des Spots ab: Für den Onlinespot eines kleineren Unternehmend liegen die Gelder im unteren dreistelligen Bereich. Geht es aber um eine größere internationale Kampagne einer halbwegs bekannten Marke, sind durchaus Masterlizenzen bis zu 20.000 U.S. Dollar möglich. Natürlich ist das der seltenere Ausnahmefall.

Und beim Fernsehen?
Die Höhe der Fernsehtantiemen hängt von vielen äußerst komplizierten Faktoren ab wie unter anderem der Sendezeit, der Reichweite sowie auch der internen „Gewichtung“ des Senders durch die Verwertungsgesellschaften.

Für eine Minute in einer ARD Sendung kommen rund 100 Euro zusammen, eine Minute bei amerikanischen Sendern wie CBS oder FOX bringen knapp über 220 Dollar. Bei den kleinen privaten Spartensendern können die Tantiemen dann schon auf weniger als ein Zehntel fallen. Aber hier macht es die Masse aus. Vor allem amerikanische Produktionen werden häufig auch im Ausland ausgestrahlt, dann noch regelmäßig wiederholt, und immer wieder gibt es dafür Tantiemen.

Wie stehen die Chancen?
Gar nicht einmal so schlecht. Viele Filmproduzenten oder Werbetreibende können sich die Songs der großen Stars nicht leisten und suchen daher nach ähnlicher Musik im Independent- und Unsignedbereich. Wenn Du Dich dabei auf instrumentale „Production Music“ spezialisierst, spielt es ohnehin keine Rolle, ob Du berühmt bist oder völlig unbekannt.

Und wie geht das?
Für den Anfang gibst Du Deine Musik sogenannten Music Libraries. Dies sind sozusagen „Künstleragenturen für fertige Songs“ mit sehr guten Kontakten zur Film-, Fernseh- und Werbebranche.

Gerade wenn es um „gesungene“ Songs geht (im Gegensatz zu rein instrumentaler „Untermalungsmusik“), bieten viele Music Libraries nicht-exklusive Deals an, das heißt, Du kannst Deine Songs auch anderen Libraries anbieten und sie weiterhin auch selbst verkaufen, zum Download anbieten, aufführen etc.

Music Libraries, die sich auf instrumentale Production Music spezialisiert haben, gehen zunehmend zu exklusiven Deals über.

Adressen?
Natürlich. Hier ein paar Links, um direkt loszulegen:

Für „Songs“:
Crucial Music (der Platzhirsch in den USA)
MusicSupervisor.com

Für instrumentale „Production Music“:
Jingle Punks
Scorekeepers Music
RipCue Music

Deine Challenge:
Biete den oben genannten Libraries Deine Musik an bzw. nimm Kontakt zu ihnen auf. Wenn Du einmal einen Deal hast, biete alle weiteren Songs an, die Du im Laufe Deiner Karriere produzierst.

Viel Erfolg !!!

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Filmmusik Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

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