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Direktmarketing für Musiker (Teil 1)

Direktmarketing für Musiker (Teil 1)

Direktmarketing ist die wahrscheinlich effektivste Methode, für Produkte oder Dienstleistungen zu werben. Auch Musikern wird dieser Weg immer wieder empfohlen, da er (zunächst) kostengünstig ist und hohe Konversionsraten liefert. Doch bei allen Vorteilen stellt sich die Frage: Woher bekommt man Kontakte, die man per Direktmarketing erreichen kann?

Die zwei besten Direktmarketingtools sind eMail, also ein eigener Newsletter, sowie die gute alte Post. Dass man als Musiker seine Fans per eMail oder Postkarte (zur Zeit sehr beliebt) über die Veröffentlichung eines neuen Albums oder eine bevorstehende Tour informieren kann, versteht sich von selbst. Entscheidend ist aber zunächst, Fans dazu zu bewegen, ihre eMail- oder Postadresse herauszugeben, um künftig mit „Werbung“ zugehäuft zu werden. Woher also nehmen?

Auch das kostenlose mp3, welches sich Fans nach erfolgter Newsletteranmeldung herunterladen dürfen, ist nichts neues mehr, dennoch bleibt es ein netter und guter Anreiz. Doch wir müssen noch einen Schritt zurück gehen, um herauszufinden, wie wir Fans überhaupt erst einmal auf unsere Website bzw. zum Anmeldeformular unseres Newsletters leiten können. Und dazu müssen wir potentielle, uns noch unbekannte Fans erreichen, eine schwierige Aufgabe, die Grundlage einer jeden Marketingmethode ist.

Über Social Media lassen sich bereits vorhandene Freunde und Fans für diese noch intensivere Bindung gewinnen. Nicht alle werden dabei mitmachen, aber so lassen sich immerhin potentielle Käufer von reinen Trittbrettfahrern ausfiltern.

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Beim Rekrutieren bisher fremder, also neuer Fans wird es allerdings schon schwieriger. Auf eine Newsmeldung in Blogs oder Webzines über eine Band, die ein mp3 verschenkt, reagiert heute kaum noch jemand. Das Interesse gänzlich neuer Fans muss also rein über die Musik erfolgen. Und das bedeutet, über die Musik interessierte Menschen auf die eigene Website zu lotsen, wo ihnen dann auch die Option angeboten wird, sich in eine Mailingliste einzutragen.

Wie kann also dieses „Anlocken bisher neuer Fans mit Musik“ erfolgen? Zum Beispiel über ein Musikvideo, in dessen Beschreibung und Annotationen auf den Newsletter mit gratis mp3 hingewiesen wird. Allerdings bleibt hier zu überlegen, ob man einen neuen Interessenten nicht lieber gleich zu einem Albumkauf bewegen sollte. Der direkte Link auf die eigene Website ist jedoch legitim, dort kann der neue Besucher dann frei über sein Handeln entscheiden.

Eine weitere Möglichkeit, effektiv neue Fans zu erreichen – und anzulocken – sind Album Rezensionen, Interviews und Konzertberichte in Webzines, Blogs und gedruckten Magazinen sowie Einsätze in Radiosendungen, online und terrestrisch. Dazu ist wiederum gute Medienarbeit notwendig.

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Viele meiner Abonnenten haben sich auch erst in den Newsletter eingetragen, nachdem sie ein Album gekauft und für entsprechend gut befunden hatten. Ein Hinweis im CD Booklet hat durchaus seine Wirkung. Auch durch Direktbestellungen über die eigene Website werden wir der Kontaktinformationen kaufbereiter Fans habhaft. Der U.S. Indievertrieb CD Baby stellt Musikern sogar Kontaktdetails der Käufer zur Verfügung, sofern die Käufer dem nicht explizit widersprochen haben.

So ergibt sich am Ende ein Kreislauf: Adressen gewinnen, um Musik zu bewerben – Musik verkaufen, um Adressen zu gewinnen. Und dieser Kreis muss irgendwo durchbrochen werden, bzw. müssen wir einen Einstieg finden.

Über das Vorgehen beim „Bearbeiten“ der Fans per Direktmarketing sprechen wir in Teil 2.

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

Comments
Oliver Sittl  12 May 2016

Sehr richtig und wichtiger Beitrag von Julian. Das Zeitalter der datengetriebenen 1:1 Kommunikation wird das Werbe- / Advertising-Zweitalter – das Zeitalter der Massenmedien – ablösen, gleichzeitig befindet sich Werbung als solches in einer Abwärts-Spirale durch den Konsumenten, der Werbung “gelernt” identifiziert (und aussortiert) sowie durch die Second-Sceen-Konkurrenz aus dem Internet. Was vergessen wurde: Video – aber besonders auch Audio-Streaming ist zur Gewinnung neuer Interessenten enorm wichtig. VIP Accounts mit Playlist auf Spotify erstellen – viel relevanter und realistischer als auf Radio-Plays zu hoffen, denn abgesehen davon, dass das Radio fast nur noch backkatalatog spielt, sind vor dem Radio fast nur noch “passive Hörer” versammelt, da die aktiven Musik-Käufer mehr und mehr zu Spotify & Co. abwandern.

Direktmarketing für Musiker Teil 2  25 May 2016

[…] Bedeutung des Direktmarketings haben wir bereits im ersten Teil besprochen. Nun wollen wir ein paar Methoden und die genaue Vorgehensweise beim „Bearbeiten“ […]

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