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Fans gewinnen über klassische Medien

Fans gewinnen über klassische Medien

D.I.Y. ist in aller Munde und das ist gut so. Dennoch bedeutet Selbstvermarktung nicht, dass man grundsätzlich auf alles verzichtet, was die bösen Plattenfirmen tun. So werden ‚gewöhnliche’ Medien (und dazu zählen beinahe auch schon Webzines und Blogs) leider zu oft vernachlässigt – wo sie doch einiges zu bieten haben…

Die Herausforderung
Wie immer die Zielsetzung aussieht – mehr Fans gewinnen, mehr Musik verkaufen oder Menschen zu Konzerten locken – für Musiker läuft es stets darauf hinaus, neue Menschen zu erreichen, die ihre Musikrichtung mögen. Soziale Medien erfüllen hier bis zu einem gewissen Punkt ihre Aufgabe, die Grenzen werden aber leider zu schnell durch mangelndes Engagement, nicht aber zuletzt auch durch mangelndes technisches Wissen vieler Anwender erreicht. Unabhängig vom Erfolg eines Social Media Auftritts sollten Musiker weitere Möglichkeiten nutzen, um den heißbegehrten ‚Traffic’ zu generieren. Ein effektiver Weg führt über die ‚normalen’ Medien.

Medien nutzen
Klassische Medien müssen nicht gleich auf die großen Printmagazine reduziert werden, in die man als ungesignter Musiker ohnehin nur schwer hineinkommt. Inmitten des ‚DIY-Social-Media’ Rausches sind inzwischen auch Onlinemagazine und Musikblogs aus dem Focus vieler Musiker gerutscht. Tatsächlich ziehen solche, im Idealfall stilistisch spezialisierte Blogs und Websites täglich zwischen 100 und 10.000 einzelne Leser an. Eine Menge, die Musiker nicht ignorieren sollten. Vielmehr ist es wichtig, die Gelegenheit wahrzunehmen, sich diesen Lesern zu präsentieren. Und da sowohl Majors als auch Indielabels die Nachfrage von Fans und Medien mit neuen Veröffentlichungen und Stories kaum mehr befriedigen können, sind viele Blogs und Webzines glücklich darüber, auch über ungesignte Musiker und Bands zu berichten. Die eingefleischten Fans freuen sich über Newsmeldungen, Kritiken, Interviews und Konzertberichte und lernen dadurch neue Musik kennen sowie die Menschen, die sie kreiert haben.

Medienkontakte müssen Stück um Stück geknüpft werden. Eine freundliche eMail an den richtigen Redakteur kann viel bewirken, insbesondere, wenn das viel zitierte wer, was, wie, wo und warum klar und auf professionelle Weise dargelegt wird.

Mehr Medien
Neben Blogs und Webzines sollte jeder Musiker auch (online) Radio, lokale Zeitungen, Szenemagazine und, soweit möglich, Musikzeitschriften bei der Promotion berücksichtigen. Onlinemedien erweisen sich dabei aber nach wie vor am effektivsten, da sie dem Leser oder Hörer die Möglichkeit geben, direkt auf die Website des Musikers zu klicken (wenn ein Link eingefügt wurde) oder zumindest eine Suchmaschine zu bemühen. Die Website des Musikers sollte den neuen Besuchern dann sämtliche für sie interessante Optionen geben: Musik anhören, Musik kaufen, Newsletter, Social Media Links usw.

Fazit
Musikern bieten sich viele Wege, sich neuen Fans zu präsentieren und sich bekannt zu machen. Diese Möglichkeiten sollten genutzt werden, insbesondere ein so effektives Promotiontool wie Medienpräsenz. Neben ihrer Reichweite verschaffen klassische Medien zusätzliche Glaubwürdigkeit. Und wie bereits beschrieben sind die Chancen, ein Review oder ein Interview zu bekommen ziemlich gut, auch für DIY Musiker.

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Filmmusik Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

Comments
Matze  20 May 2015

Huhu sehr toller Beitrag, die online Vermarktung und hier heißt es obacht, wird mit der Zeit immer schwieriger da es immer mehr Angebote im Netz gibt.
Um aus der Masse hervorzustechen muss man sich schon paar tolle Sachen einfallen lassen, was die Leute nach magisch anzieht, eben einzigartig sein in dem was man tut.

Natürlich sollten auch alle an einem Strang ziehen und auch das nötige Durchhaltevermögen mit am Start haben.

Julian Angel - MusicBiz Madness  20 May 2015

Da sprichst Du die zwei wohl größten Herausforderungen an. Das Herausragen aus der Masse und die Auswahl der richtigen Methoden bzw. Dienste.

Susanne Hentschel (DJane PoisonIvy)  29 Sep 2015

Hi Julian,

Du kennst ja einige von meinen DJs und hast uns auch schon einen super geilen Radio Jingle gemacht, den wir sehr oft und gerne einsetzen.

Ich sitze ja auf der “anderen Seite” und werde bemustert. Da ist alles dabei: fürchterliche Demo-Aufnahmen, traumhafte Neuentdeckungen, Veröffentlichungen verschiedenster bekannter und unbekannter Labels und natürlich auch Bands, die ihr Material selbst vertreiben.

Hier mein Tipp an alle Musiker, die ihr Material an Redaktionen und Webradios schicken: das ist eine Bewerbung, ihr wollt unsere Aufmerksamkeit, zwar in erster Linie über eure Musik, aber der Türöffner ist das Anschreiben! Wenn das Anschreiben resp. die Email gut formuliert ist, dann ist das schon mal die halbe Miete.

Wenn ich Soundfiles mit nur einem hingefläzten Satz bekomme, dann hab ich wenig Lust da drauf zu klicken oder wenn es ganz offensichtlich ein Massen-Email war, das an Hinz und Kunz geschickt wurde, schlimmer noch, wenn unser Name falsch geschrieben wird, das kann man doch alles auf der Homepage nachlesen. Oder wenn ich gar nicht weiß wer mir da jetzt schreibt, eine kurze Vorstellung ist doch das mindeste das man erwarten kann. Ich habe schon Bands gespielt nur weil der Kontakt sehr nett war und weil mir das Auftreten an sich gut gefallen hat.

Ich könnte noch so einiges mehr erzählen, was nicht gut ankommt, aber das würde den Rahmen sprengen, ich denke die Message ist rüber gekommen:-)

Viel Erfolg weiterhin!!!

…All In The Name of Rock…!!!

Susa für Rock Chicks Radio

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