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Proaktivität

Proaktivität

‚Proaktiv’ definiert der Duden mit ‚durch differenzierte Vorausplanung und zielgerichtetes Handeln die Entwicklung eines Geschehens selbst bestimmend und eine Situation herbeiführend’. Kurz und umgangssprachlich ausgedrückt: selbst aktiv werden, um das beste für sich herauszuholen. Wie und in welchen Bereichen man als Musiker proaktiv werden kann wollen wir heute besprechen – und versprochen: es lohnt sich.

Proaktivität können wir in drei Bereiche aufteilen. Wir nennen Sie einfach Vorbereitung, Gewinnoptimierung und Uneigennütziges (das sind keine wissenschaftlichen Bezeichnungen, sie sollen dem Verständnis dienen).

Vorbereitung
Erfolg wird gerne definiert als ‚wenn Gelegenheit auf Vorbereitung trifft’. Also sollten wir uns vorbereiten, um nicht mit leeren Händen dazustehen, wenn sich die nächste Chance bietet. Wir können neue Songs schreiben, um bei der nächsten Anfrage den passenden Titel vielleicht schon fertig parat zu haben. Auch in ruhigen Zeiten lohnt es sich zu proben, um bei kurzfristigen Giganfragenguten Gewissens zusagen zu können. Neue Shows können vorbereitet, Videos gedreht und Fotos geschossen werden. Es gibt viel zu tun.

Auch im Zwischenmenschlichen lassen sich Vorbereitungen treffen. Der Kontakt zu den Fans muss bis zum nächsten Großereignis (Album, Tour) gehalten werden. Medienkontakte sollten wir aufbauen, sammeln und pflegen, um vielleicht ein Jahr später ein gutes Interview zu bekommen.

Auch der Besuch von Bars und Clubs in vollem Band Outfit zählt zur Proaktivität. Make it rock!

Gewinnoptimierung
Als Musiker bieten wir eine Leistung an. Aber nicht jeder, der solch eine Leistung benötigt, denkt dabei sofort automatisch an uns. Folglich ist es völlig in Ordnung (in z.B. den USA sogar gern gesehen), nachzufragen, ob irgendwo Bedarf besteht. Wichtig ist dabei, dass wir uns nicht aufdrängen und unser Gegenüber nerven, sondern uns als Löser eines Problems anbieten.

So können wir als Songwriter Produzenten und Verleger anrufen und uns erkundigen, ob sie gerade an Projekten arbeiten, für die neue Songs gesucht werden – und in welcher Richtung. Tourneeveranstalter können wir direkt nach offenen Opening Slots fragen. Ein kurzes Nachfragen bei Vertriebspartnern oder Mailordershops wie sich das Album denn verkauft kann langfristig die Beziehung festigen, kurzfristig springt vielleicht eine extra Promotion auf der Startseite oder im Newsletter des Anbieters heraus.

Uneigennütziges
Anderen Bands Auftritte vermitteln, Medienvertretern neue Alben empfehlen, ein Solo auf einem fremden Album beisteuern oder die eigene Anlage für ein Festival zur Verfügung stellen – all das bringt kein Geld, zumindest nicht auf direktem Weg. Vielmehr festigt es aber unseren Namen in der Szene, was uns wiederum langfristig zu Gute kommen kann, wenn man uns als besonders professionell, freundlich oder kompetent in Erinnerung behält – who you’re gonna call…?

Es kann sich also sowohl kurz- als auch langfristig auszahlen, wenn wir gewisse Dinge selbst in die Hand nehmen, statt im Stillen abzuwarten. Packen wir es an…

 

Viel Erfolg – Julian Angel

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

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