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Die Nächsten Schritte mit eigener Musik

Die Nächsten Schritte mit eigener Musik

Im ersten Teil des „Schritte“ Zweiteilers haben wir Möglichkeiten besprochen, mit Hilfe der ersten fertigen Songs Fans zu gewinnen, alles in Hinblick auf die spätere Veröffentlichung eines Albums. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter und beleuchten den Aufbau von Kontakten zu Medienvertretern und Vertrieben sowie das Generieren von „Buzz“.

Hintergrund
Die beste Musik nutzt nichts, wenn sie nicht gehört wird. Folglich ist es wichtig, die frohe Botschaft einer Albumveröffentlichung über die gesamte Szene zu verbreiten. Social Media ist her natürlich ein guter Anfang, doch macht diese Art der Werbung lediglich einen Bruchteil aus. Es gibt tatsächlich viele Fans, die sich außerhalb dieser Netzwerke neu gewinnen und wie im ersten Teil beschrieben „herüberholen“ lassen.

Medienkontakte aufbauen
Ein Medienverteiler mit stilistisch relevanten Websites, Magazinen, Blogs und (online) Radios ist wichtig, um die Nachricht über das neue Album möglichst weit – aber immer zielgerichtet – zu verbreiten.

Je persönlicher die Kontakte sind, umso leichter wird es, eine Rezension oder auch ein Interview zu bekommen. Darum empfehle ich dringend, nicht wahllos Adressen zu sammeln, sondern die Betreiber bzw. die zuständigen Redakteure persönlich zu kontaktieren und vorab nach einem generellen Interesse an einem Bericht oder einer Rezension über das kommende Album zu fragen.

Hier sind die bereits existierenden ersten Songs wieder hilfreich, um den Medienvertretern einen ersten Eindruck zu vermitteln und obendrein die eigene Qualität unter Beweis zu stellen.

Welche Kontakte und wie viele?
Die großen Mainstreammedien sowie die führenden Publikationen der jeweiligen Stilecke werden in der Regel wenig Interesse an unbekannten Bands äußern. Doch jenseits des Mainstream gibt es zahlreiche Websites, Blogs und Radios, die sich obendrein auf ganz bestimmte Stilistiken spezialisieren.

Die Anzahl der zu bemusternden Medien variiert natürlich abhängig von der Größe der jeweiligen Stilrichtung. Wer sich (sprachbedingt) auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, macht als Untergrundkämpfer mit 20 bis 50 Kontakten einen guten Start. Professionelle Promoter würden hier bei etwa 100 Kontakten beginnen.

Bei einer internationalen Bemusterung (die Musikszene ist weltweit vertreten!) dürfen es gerne noch einmal so viele Kontakte sein. Doch wie schon erwähnt sind die Stilnischen unterschiedlich groß, und so gibt es sicherlich mehr Websites und Blogs, die sich mit Death Metal befassen als solche, die sich dem Klezmer widmen.

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Vertriebskontakte aufbauen
Die Musik will verkauft werden. Neben den üblichen Outlets wie dem eigenen Webshop, Amazon und iTunes gibt es zahlreiche kleine, vor allem aber wieder stilistisch spezialisierte, Mailorder Shops, die sich um den physischen Verkauf, in einigen Fällen auch um den Großhandel kümmern. Underground Bands willkommen.

Solche Shops dienen nicht nur dem reinen Fulfillment, sie sind auch eine beliebte Anlaufstelle für hartgesottene Fans, um nach neuen Alben zu stöbern. Nicht zu vergessen, dass ein Fan aus Übersee lieber bei einem Shop in seinem Heimatland bestellt, um Versandzeiten und –kosten niedrig zu halten. Und dass die Fans ungesignter Musiker überwiegend Musikliebhaber sind und vorwiegend physische Tonträger kaufen, ist kein Geheimnis mehr.

Buzz generieren
Die Bemusterung der Medien, die Präsenz in relevanten Outlets sowie das Anheizen der Fans sind grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Albumveröffentlichung. Es werden neue, bisher unerreichte Interessenten angesprochen und eine Erwartungshaltung unter ihnen sowie den bereits bestehenden Fans erzeugt – welche dann am Tag X mit einem fertigen, hoffentlich hochwertigen Album befriedigt wird.

Wichtig ist hierbei die zeitliche Abstimmung aller Teile der Kampagne: Medien, Social Media und Newsletter müssen synchron auf den Tag X hinarbeiten. Um diesen Tag herum erfährt das neue Album die größtmögliche Aufmerksamkeit. So sollte es jedenfalls sein.
Wege gibt es viele. Dieser ist einer davon, der sich für Plattenfirmen, aber eben auch für sehr viele selbstvermarktende Musiker als der effektivste und effizienteste erwiesen hat.

Viel Erfolg – Julian Angel
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nbmt

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

Comments
Erste Schritte mit eigener Musik  7 Jan 2016

[…] an dieser Stelle machen wir heute einen Schnitt und vertagen den zweiten Teil, also die „zweiten Schritte“ auf den nächsten Artikel. Darin wird es dann um den Aufbau von […]

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