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Neue Herausforderungen einer globalen Musikindustrie

Neue Herausforderungen einer globalen Musikindustrie

Dass sich vieles wandelt, und das schnell, ist inzwischen bekannt. Trotz gleicher, oder zumindest ähnlicher, Technologien gibt es weltweit große Unterschiede in der Art der Nutzung sowie im Verhalten der Nutzer. Was für Anbieter und große Labels eine Herausforderung darstellt, kann für ungesignte Musiker zur Chance werden.

Unerschlossene Märkte
China hatte bisher kaum jemand auf dem Radar, gut, der Zugang zum Markt gestaltet sich auch für viele der uns vertrauten Anbieter als schwierig. Dennoch konsumieren dort rund 600 Millionen Menschen streambare Musik über das Internet unternehmen Tencent. Seit Indien die Preise für Internetzugang und Datenverkehr drastisch gesenkt hat, explodiert laut Universal’s Jonathan Dworkin der Musikkonsum.

Der Übergang von kostenlos zum bezahlten Streamingkonsum ist das Ziel der großen Anbieter. Doch gerade in vielen Schwellenländern erweisen sich monatliche Abonnements auf Grund hoher Zahlungsausfälle, laut Dworkin bis zu 70%, als schwer realisierbar. Den „schwarzen Peter“ haben daraufhin teilweise die Mobilfunkanbieter übernommen, die den Musikkonsum in Rechnung stellen.

Nord-Süd-Schwankungen
Während der Musikkonsum auf der nördlichen Halbkugel im Sommer abflacht, verzeichnet der Süden – zu dessen Herbst- und Winterzeit – ein Hoch. Grund genug, sich auch als unabhängiger Musiker während der heißen Monate um Märkte wie Südamerika, Südafrika oder Australien zu kümmern und die Promotion dort über unabhängige Medien zu intensivieren.

Metadata, Nutzen und Stimmungen
Durch sprachaktivierte Geräte hat die Musikauswahl anhand alternativer Kriterien weiter zugenommen. Nicht mehr das Genre, sondern vielmehr Stimmung und Zweck eines Songs stehen für die Hörer im Vordergrund. In Indien stehen beispielsweise die „Musikrichtungen“ Tanzen und Liebe ganz oben in der Gunst der Hörer.

Es wird also zunehmend wichtig und zugleich Aufgabe sein, Songs für Anfragen wie „Sport“, „Sommer“ oder „Entspannung“ zu optimieren. Music Libraries, die Musik für Filme und Werbung anbieten, praktizieren dies schon lange durch die Vergabe entsprechender Tags. Diese lassen sich einerseits an mp3s anheften (inklusive Kontaktdaten der Musiker), zum anderen im entsprechenden Portal manuell durch die Musiker selbst auswählen und zuordnen. Entsprechend sollten die jeweiligen Dienste sowie zwischengeschaltene Contentaggregatoren vermehrt die Vergabe von Keywords ermöglichen.

Gerade Musiker, die speziell auf Streamingtantiemen abzielen, sollten sich künftig über „alternative Genres“ Gedanken machen und vielleicht anstelle eines „Heavy Metal“ Albums lieber „Combat Music“ oder einen „Song For Relaxation“ anstelle eines „Ambient“ Tracks anbieten.

Die U.S. Musiker Michele McLaughlin und Lance Allen hatten zuletzt sehr großen Erfolg bei Streamingdiensten wie Pandora und Spotify. Gehört wurden sie dabei auf special interest Playlisten wie „Acoustic Cocentration“ „Christmas Music“ und „Peaceful Guitar“.

Alles in allem lässt sich die Kenntnis der Herausforderungen der Majors auch für kleine Spieler auf deren alternativen Spielfeld nutzen und umsetzen.

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nbmt

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

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