MusicBiz Madness
Wer bekommt welche Prozente?

Wer bekommt welche Prozente?

Eine Zusammenstellung grober Richtwerte über Anteile im Musikbusiness, damit Du bei künftigen Verhandlungen weißt, wo Du bei den Prozenten ansetzen kannst ohne Dich lächerlich zu machen – oder unverschämt zu wirken.

Manager
Gemeint ist der Manager, der Deine Karriere plant, Plattendeals beschafft usw. Er bekommt 15 bis 20% dessen, was Du verdienst. In der Regel basierend auf Deinem Umsatz, nicht am Gewinn. Schau genau hin.

Businessmanager
Jener Manager, der sich ausschließlich um Steuern, Überweisungen, Lohnzahlungen etc. kümmert, bekommt ca. 5% Deiner Einnahmen oder seinen Stundensatz (versuche zu nehmen, was für Dich besser erscheint).

Booking Agent
10 bis 20% Deiner Auftrittsgage.

Plattenfirma bei Künstlervertrag
Wenn das Label u.a. auch die Produktionskosten übernimmt, bekommst Du zwischen 7 und 14% des Händlerabgabepreises (“HAP”, das ist der Nettopreis, zu dem Händler ein Album einkaufen).

Plattenfirma bei Lizenzvertrag
Wenn Du bereits die fertige Produktion mitbringst, sind Anteile von 15 bis 25% am HAP für die Musiker üblich.

Musikproduzent
Festes Honorar und/oder rund 4% vom HAP.

Musikverlag
Den Verlegeranteil an den eingespielten Tantiemen (z.B. aus dem Aufführungs-, Sende-, Vervielfältigungsrecht), je nach Land 40 bis 50% des Tantiemenkuchens.

Co-Verlag
Der Verlegeranteil wird nach Deal und Anzahl der beteiligten Verlage aufgeteilt. Bei zwei Verlagen erhält demnach jeder Verlag die Hälfte des Verlegeranteils und somit 20 bis 25% vom gesamten Tantiemenkuchen.

Administrationsdeal
Kümmert sich ein Musikverlag ausschließlich um das Eintreiben und Weiterleiten von Geldern (ohne z.B. Songs zu pitchen), erhält der rund 10% der gesamten Tantiemen.

Music Libraries
50% der Sync Fees bei Platzierungen in Film, TV, Werbung etc. sowie den landesüblichen Verlegeranteil.

Merchandise
Lizenziert eine Merchandisefirma Namen, Logo und Artwork einer Band, bedruckt damit T-Shirts und verkauft das Ganze, erhalten die Musiker (bzw. Markeninhaber) rund 30% des Nettoumsatzes.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, sowohl im Guten als auch im Bösen. Stand März 2019, ohne Gewähr.

 

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MusicBiz Madness ist Deutschlands erste
Musikbusiness Konferenz für Musiker
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nbmt

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About the Author

Julian Angel

Julian Angel ist chartnotierter Rockmusiker mit Hollywood Filmmusik Credits, Eventproduzent und Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, Deutschlands erster Musikbusiness Konferenz für Musiker.

Comments
Anonymous  13 Mar 2019

Vielen Dank, das ist sehr hilfreich!

HITfabrik Musicbusiness-Company / Franz Groihs  13 Mar 2019

Sehr geehrter Herr Angel ,
ich freue mich, daß sich wer die Mühe macht, die leider vielen Musikbusiness-Uninformierten über das MB aufzuklären. Leider entsprechen die Infos nicht genau den derzeitigen Tatsachen.
z.B.:
Plattenfirma bei Künstlervertrag (Interpretenvertrag): Ein Anfänger startet mit maximal1,5% und das kann sich bis zu 28% bei einem Weltstar wie Paul McCartney steigern.
Für viele Anfänger, die glücklich sein können wenn sie überhaupt einen Interpretenvertrag bekommen übersteigen kaum die 2%-Marke.
Bei der Kausa Produzent beginnt das Problem, daß die meisten im MB keine Ahnung haben wer warum Produzent ist. Die Aufgaben der Produzenten und Executive-Producer und deren Rechte kennt kaum einer. Leider sind auch viele, welche als Produzenten auftreten über ihre eigene Verantwortung und auch über ihre Rechte sehr schlecht, bis gar nicht informiert.
Deckungsgleich ist auch die Situation wie Managern und Argenten und deren Arbeit gesehen werden. Ein Manager (interner Manager) von einem oder sinnvoller Weise von 7 bis 10 Interpreten (Interpretengruppen) kann erst für diese richtig arbeiten, wenn er am Beginn (Karriereaufbau) wesentlich mehr investiert, als die Interpreten einnehmen. Daher sind auch die Prozentsätze genau so hoch wie bei Manager von z. B. Spitzensportler (Manager von einem Tennisstars, einem Boxer, usw. … kassieren oft mehr als 70-80%!). Das weiß heutzutage halt kein Musikschaffender und daher glaubt er, daß er einen, für ihn arbeitenden Manager (einem internen Manager- von dem auch wieder keiner der Musikschaffenden weiß welche Aufgaben dieser hat) genauso viel wie für eine Booking-Agentur mit 15%-20% bezahlen muß. Ein so gering bezahlter Manager kann beim bestem Willen für den Interpreten leider keinesfalls dessen gewünschte Leistung erbringen.
Auch die angeführten Prozentsätze für Musikverlage entsprechen leider nicht.
Die Aufzählung der Probleme wegen der vorherrschenden MB-Fehlstellen ist damit aber nicht vollständig.
Wenn Sie aber an umfassenden MB-Infos interessiert sind und diese auch schätzen, können Sie diese unter meiner e-mail-Adresse anfordern.

MfG
Franz Groihs
HITfabrik Musicbusiness-Company

Julian Angel  14 Mar 2019

Hallo Franz Groihs,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Von 1,5% Beteiligung eines Newcomers (am HAP) sowie von bis zu 80% Manageranteil habe ich bisher nichts gehört. weder selbst erlebt noch von mir bekannten Labelbetreibern, A&Rs und Managern erfahren (darunter auch Majors).
Auch mit meinen eigenen Verlagen (Deutschland und USA) habe ich bisher nur Deals abgeschlossen, die meine o.g. Verlegeranteile bestätigen. Gleiches gilt für Verlagsverträge, die ich als Komponist in Deutschland, den USA, Südafrika und auch in Österreich abgeschlossen habe.
Schöne Grüße
Julian Angel

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