MusicBiz Madness

Die MusicBiz Madness Konferenz 2015 begann ihrem Namen entsprechend. Der Wahnsinn zeigte sich in Form eines Fehlalarms, der zur Evakuierung des Gebäudes und einer zeitlichen Verschiebung um eine Stunde führte. Ein Jonglieren mit den Vortragszeiten war unausweichlich, um die An- und Abreisezeiten der Referenten einzuhalten, die aus der Schweiz, Hamburg und Berlin angereist kamen. Eben Punk.

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Euphorische Teilnehmerinnen…

 

Nach der Begrüßung legte Organisator Julian Angel los und erläuterte den aktuellen Renner Music Licensing und Sync. Gerade für unbekannte Musiker bieten sich hier große Chancen als Alternative zu den kostenintensiven Lizenzen großer Stars. Am Ende dürfte jeder über die verschiedenen Deals, Needle-Drops und Einnahmemöglichkeiten Bescheid wissen und in der Lage sein, gute Verleger von billigen Libraries zu unterscheiden.

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So gelangt Musik in Film und Fernsehen: Julian Angel

 

Ein echtes Highlight folgte mit Rapper (Michael) Richter, der tiefe Einblicke in die Hintergründe von hunderttausenden Views und zehntausend Verkäufen lieferte:  Akribisch durchdachte Facebook Aktionen, konsequentes Branding, Fannähe ohne Penetranz, Querverweise sowie die bildliche Treppe, die man sich aus vielen Steinen selbst bauen muss. Und am Ende das entscheidende: all das muss dazu dienen, seine Fans auf den eigenen Webshop oder den monetarisierten Youtube Kanal zu lenken.

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Plant und testet seine Facebook Posts aufs genaueste: Richter

 

An Youtube knüpfte iMusician COO Tobi Wirz aus der Schweiz an und zeigte Wege auf, mit den eigenen Videos Geld zu verdienen. Content ID und Product Placement kamen hier ebenso zur Sprache wie Algorithmen, Metadaten und rechtliche Aspekte. Im folgenden Gespräch mit Michael Richter kamen einige Youtube Best Practices aus eigenen Erfahrungen zur Sprache.

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Mit eigenen Youtube Videos Geld einnehmen: Tobi Wirz (iMusician Digital)

 

Dass physische Produkte, insbesondere wenn sie hochwertig sind, auch im digitalen Zeitalter nach wie vor stark angesagt sind, bewies Angelika Express Mastermind Robert Drakogiannakis anhand seiner Sonderedition, der Angelika Box mit CD, Vinyl, Cassette und selbst gemalten Bildern. Dabei gab Robert natürlich Hinweise auf Hersteller, Kostenminimierung, Gewinnoptimierung und die so wichtige Bewerbung bei den Fans über gelungene Dokumentationen und „direktes“ Crowdfunding.

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Sonderedition zahlt Lebensunterhalt: Robert Drakogiannakis

 

Marcus Rüssel, Geschäftsführer der Bookingplattform gigmit, wies auf die verstärkten Herausforderungen im Livesektor für ungesignte Bands hin: immer mehr gute Bands bewerben sich um immer knapper werdende Auftrittsmöglichkeiten. Dadurch werde Kreativität in allen Bereichen sowie eindeutiges Branding immer wichtiger, ebenso eine seriöse und professionelle Herangehensweise – „ich habe schon sehr viele schlechte Bandfotos ohne jegliche Aussage gesehen“ merkte Marcus an.

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Herausforderungen bei der Gigakquise meistern: Marcus Rüssel (gigmit)

 

Für die am Vortag stärker erkrankten Repräsentanten von Sentric Music (gute Besserung an dieser Stelle) sprang kurzerhand Oliver Sittl ein, Senior A&R bei Believe Digital. Anhand des BD Backends stellte Oliver Wege und Tools für Künstler und Labels vor, mit denen sie ihren digitalen Vertrieb sowie das einhergehende Marketing koordinieren und dabei Reaktionen und Verkäufe analysieren können. Hier wurde klar, dass auch im digitalen Zeitalter nichts von alleine geht und es im Hintergrund viel zu tun gibt.

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Digitalvertrieb mit Marketing und Analyse: Oliver Sittl (Believe Digital)

 

Den Abschluss bildete Martin Schmidt, Kopf der Razorblades, mit einem Einblick in das Berufsleben eines Untergrundmusikers mit seinen diversen Einnahmequellen, die von CD Verkäufen über Tourneen im In- und Ausland bis zu musikjournalistischer Tätigkeit reichen. Interessant waren die internationalen Vergleiche: für Musiker in den U.S.A sei es absolut üblich, mit ihren Hauptbands in großen Hallen und Stadien aufzutreten, zwischendurch aber auch  mit Nebenprojekten vor 20 Zuschauern zu spielen. Und wer sich das nächste Mal über die Verpflegung bei einem Gig beklagt, sollte einmal in England spielen.

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Steht sicherer als der Fotograf: Martin Schmidt (The Razorblades)

 

Am Ende traten die Teilnehmer ihre Heimreise über teilweise mehrere hundert Kilometer an, voll mit neuen Erkenntnissen, Wissen und Anregungen für mehr Erfolg. Vielen Dank an alle wissbegierigen Musiker, Manager, Produzenten und Labelmitarbeiter, die nach Frankfurt gekommen sind, ebenso für das sehr gute Feedback direkt vor Ort sowie in zahlreichen eMails.

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Erinnerungsfoto mit der delamar.de Delegation

 

Gleicher Dank gebührt den Medienpartnern und Sponsoren, Helfern sowie der Goethe Universität Frankfurt für die gewohnt unkomplizierte Zusammenarbeit.

Feedback und Berichte:
Musikmarkt zur MusicBiz Madness 2015
Jürgen Braun (Musiker-Erfolg.com) über seine Teilnahme

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Pausen Talk mit Networking und Erfahrungsaustausch

 

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Andreas Potzel (Musikmarkt) im Interview mit Julian Angel

 

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Sonntag, 9.55 Uhr – die Ruhe vor dem Alarm…

 

Bis zum nächsten Mal…

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