So schützt Ihr Eure Songs

Der Schutz des geistigen Eigentums, also Eurer Songs, sollte bei Euch ganz oben auf der Prioritätenliste stehen. Stellt Euch vor, jemand klaut Eure Idee und verdient ordentlich Geld damit.

Damit meine ich nicht den Bandkollegen, der behauptet, den Song alleine geschrieben zu haben, sondern wildfremde Menschen. Wenn Ihr Eure Musik ernsthaft promotet – oder auch nur still ins Internet stellt – haben viele ‘Fremde’ Zugriff darauf: Veranstalter, denen Ihr ein Demo geschickt habt, Zuhörer im Publikum, Produzenten und Interpreten, denen Ihr Euren Song anbietet und nicht zuletzt die weltweite Internetgemeinde, die Euren Song hören und somit auch ganz oder teilweise ‘klauen’ kann.

Zum Schutz geistigen Eigentums gibt es ein häufig verbreitetes Ammenmärchen sowie eine wenig nützliche Wahrheit:
Zunächst das Märchen: Gerade viele Außenstehende denken, die GEMA hätte eine Schutzfunktion. Das ist völliger Unsinn, denn die GEMA überzeugt sich nicht vom Inhalt der bei ihr registrierten Titel. Ihre Aufgabe ist es, Songtiteln einen Code zu erteilen, um darüber Tantiemenzahlungen zuordnen zu können. Theoretisch kann man bei der GEMA auch einen reinen Songtitel anmelden, zu dem gar keine Musik existiert.

Die wenig nützliche Wahrheit ist jene, dass man zeitgleich mit der Schöpfung seines Werkes als Urheber gilt. Dies ist vom Gesetz her korrekt, die Frage bleibt aber:

Wie beweist Ihr, dass Ihr die Urheber seid?

Beweisen lässt sich eine Urheberschaft nicht wirklich. Ihr könnt aber beweisen, dass Eure Version eines Songs bereits vor der Version des ‘Diebes’ existiert hat. Das ganze nennt sich „Prioritätsfeststellung“ . Dazu gibt es einige Methoden:

Per Einschreiben an sich selbst schicken
Eine Aufnahme oder Notation des betreffenden Werkes in einen Briefumschlag stecken und diesen per Einschreiben an Euch selbst schicken und ungeöffnet aufbewahren. Diese Methode ist aber umstritten, da man den Umschlag theoretisch auch nachträglich säuberlich öffnen und das darin befindliche Material austauschen könnte.

Hinterlegung
Weit verbreitet ist die Hinterlegung des Materials (CD, Datenträger) bei mehr oder weniger anerkannten Stellen. Viele Musikerverbände bieten diese Hinterlegung für Ihre Mitglieder an. Sicherer ist die Hinterlegung bei einem Notar. Obwohl Notare zur Hinterlegung verpflichtet sind, weigern sich viele Vertreter, Tonträger zum Nachweis der Urheberschaft zu hinterlegen. Auch die Preise variieren hier (trotz vermeintlicher Gebührenordnung) von ca. EUR 60,00 pro Hinterlegung bis zu EUR 300,00 pro Song. In der Regel spielt es keine Rolle, ob sich auf der zu hinterlegenden CD (oder anderem Datenträger) ein oder mehrere Songs befinden.

Siegelung
Günstiger ist die (Ver)Siegelung durch den Notar. Hier wird wie bei einer Hinterlegung das Beweisstück (CD, Datenträger) in einen Umschlag gesteckt und vom Notar an allen Seiten und Ecken versiegelt, so dass der Umschlag nicht mehr unbeschädigt geöffnet werden kann. Diesen Umschlag bekommt Ihr anschließend ausgehändigt und könnt ihn zu Hause aufbewahren. Dadurch entfallen die Aufbewahrungskosten im Tresor des Notars. Ich kenne einen Notar, der dies für rund EUR 20,00 erledigt.

Copyright Office
Das Copyright Office der Library of Congress in Washington, D.C. ist die weltweit einzige öffentliche Stelle, an der man – ähnlich wie beim Patentamt – seine Werke hinterlegen und registrieren lassen kann. Der Vorgang ist (unabhängig von der Anzahl der Songs oder Texte) mit $ 35,00 sehr günstig, zudem ist ein Upload im mp3 Format möglich. Allerdings ist der Vorgang etwas kompliziert. Die Registrierung tritt mit dem Zeitpunkt der Anmeldung in Kraft, auch wenn Ihr erst ca. ein Vierteljahr später eine Urkunde mit der Post erhaltet. Die Website dazu ist www.copyright.gov.

Bei allen Methoden stellt sich auch unter Rechtsanwälten immer wieder die Frage nach der “Anerkennung durch ein Gericht”, vor allem dann, wenn sich das Gericht im Ausland befindet. Mir ist daher immer die Kombination Notar (speziell für das Inland) und Copyright Office (für alles internationale) am liebsten.

Ich bin im übrigen kein Rechtsanwalt und gebe hier keine Rechtsberatung. Ich berichte lediglich aus eigener Erfahrung.

– Julian Angel

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Lokal ist out – die Szene ist in

Die lokale Ausrichtung im Musikbusiness verliert besonders durch die Möglichkeiten des Internets mehr und mehr an Bedeutung. Doch bereits weit vor der Ankunft des Internets haben strategisch denkende Musiker und Bands das Potential der Szene als gesamtes erkannt:

Statt sich auf eine allgemeine lokale Präsenz zu versteifen, bemühten sich jene Bands, gezielt die Fans ihrer speziellen Stilrichtung zu erreichen. Ihr Ziel war nicht, sich in ihrer stilistisch eher breit gefächerten Stadt zu behaupten, sondern sich stattdessen lieber in einer bestimmten Nische oder Szene zu etablieren.

Dieses Gedankenmuster ist heute umso bedeutender. Wieso sollte sich beispielsweise eine Country Band in einer Region abmühen, die deutlich von anderen Stilrichtungen geprägt ist, wenn sie in anderen Gegenden ein deutlich interessierteres Publikum erreichen kann?

Mehr denn je haben wir heute die Möglichkeit, uns unabhängig von lokalen Musikgeschmäckern in Marktnischen zu etablieren, die sich aus Fans verschiedener, teils sogar sehr ferner Regionen und Länder zusammensetzen.
Viele Bands und Musiker nutzen diese Möglichkeit erfolgreich für sich und verfügen oft über eine weltweite Fangemeinde, die nicht zwangsläufig groß, dafür aber umso geneigter, dankbarer und loyaler ist.

Auch Plattenfirmen zeigen starkes Interesse an Bands und Musikern, die sich in ihrer stilistischen Szene einen Namen gemacht haben. Schließlich wird ein Label nicht versuchen, einen neuen Act nur in dessen Heimatstadt zu vermarkten, sondern die jeweilige von deren Musikstil geprägte Marktnische zum Ziel ihres Marketings haben.

Auch das Angebot von Musik im Internet beweist, dass diese Denkweise die richtige ist: Fans kaufen nicht mehr zwangsläufig das, was vor Ort in den Läden steht, sondern bestellen online gezielt das, wonach sie suchen, auch wenn es einmal nur in Übersee erhältlich sein sollte.

Das Zentrum der Musikkultur ist also nicht ein geographisches Gebiet, sondern eine stilistische Szene.
Fazit: raus aus den Städten, überall dorthin, wo es ein geneigtes, eventuell besseres Publikum gibt. Überregionale Konzerte spielen, (Online)Medien weltweit bemustern, CDs und Downloads über Mailordershops und Portale in verschiedenen Ländern erhältlich machen, internationale Kontakte knüpfen und Fans aus aller Welt gewinnen.

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Mehr Gigs bekommen

Eine der essentiellen Fragen für Musiker und Bands ist die nach mehr Auftrittsmöglichkeiten. Je nach eigener Zielsetzung (mehr Geld, mehr Bekanntheit, mehr Übung, mehr Referenzen für die Bewerbung bei Labels) bieten sich verschiedene Wege an, öfter aufzutreten:

Wochentage
Die wirklich interessanten Gigs sind natürlich die Shows an Freitagen und Samstagen, wenn das Publikum in Feierlaune die Häuser verlässt. Doch auch die “schlecht bezahlten” Gigs unter der Woche machen Sinn. Gerade dann, wenn sich Veranstalter und Band noch nicht kennen, kann eine Band unter der Woche ihr können unter Beweis stellen, um sowohl Veranstalter als auch Publikum zu überzeugen, um den nächsten freien Wochenendtermin zu ergattern. Außerdem sind Gigs an Wochentagen einfacher zu bekommen. Der Veranstalter wird sicherlich angenehm überrascht sein, wenn Ihr Euch direkt nach einem Termin unter der Woche erkundigt.

Themen
Das Publikum kommt nicht immer nur, um speziell eine neue Band zu sehen (dennoch schön, wenn dem so ist). Sehr häufig ist es die Veranstaltung an sich, die Publikum zieht: Beach Party, 30+ Party oder die Kirchweih mit schlechter Coverband (jaja, hier ist das so). Vielleicht könnt Ihr dem Veranstalter ein Veranstaltungsthema vorschlagen, zu dem Eure Musik passt: Italienischer Abend mit Pasta und Pizza und Euren italienischen Songs. Amerikanische Nacht mit Barbecue, Linedancern und Countrymusic. Wenn Ihr obendrein bei der Organisation mithelfen könnt, solltet Ihr schnell einen Stein im Brett haben. Die Kehrseite ist natürlich jene, dass dies vielen Veranstaltungen zu viel “Hintern hochkriegen” auf einmal ist.

Persönliche Demoübergabe
Bei der vielen Anzahl an Bewerbungen kann es eine (neue) Beziehung durchaus festigen, wenn Ihr persönlich im Club vorbeischaut, um Euer Demo- und Infomaterial zu überreichen. Kündigt Euch aber vorher an, um zu sehen, ob der Veranstaler bzw. sein Booker auch wirklich Zeit hat – oder ob diese Methode gar unerwünscht ist, was sehr schade wäre.

Bandaustausch
Tut Euch mit anderen Bands zusammen, um gemeinsame Gigs zu spielen: einmal in Eurer Region und einmal in der Region der anderen Band. So lassen sich neue Gebiete erschließen und dabei neue Fans gewinnen. Und belasst es nicht bei nur einem Mal, sondern wiederholt das Ganze regelmäßig.

Events
Für richtig große Firmengalas werden natürlich zu 99% Bands mit Coverprogramm gebucht. Doch auch kleinere Geschäfte organisieren Eröffnungen, Jubiläumsfeiern oder Tage der offenen Tür. Bietet Euch dort an, vor allem, wenn Eure Musik zum jeweiligen Laden passt: straighter Rock für einen Biker Store, cooler Surf-Sound für einen Surferladen, wieder die Countryband im Western Fashion Shop oder auch der unbeachtete DJ in den hippen Abteilungen von Modehäusern.

Networking
Da ist er wieder, der Modeanglizismus: Knüpft Kontakte zu Musikern, Bands, Veranstaltern, Managern und – methodenübergreifend – Radio- und Medienleuten, denn auch die werden öfter in das Bandbooking einbezogen als man denken mag (“Kennst Du eine Band?”). Seid für zufällige Begegnungen gerüstet: Habt Visitenkarten und Demo CDs dabei.
Das sind natürlich nur einige wenige Anregungen. Vielleicht wollt Ihr in den Kommentaren Eure eigenen Ideen und Erfahrungen teilen. Je mehr Ihr schreibt, umso mehr könnt Ihr alle profitieren.

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Als Studiomusiker Geld verdienen

Wenn man in einer Sache gut ist, sollte man das nicht nur für sich behalten. Es ist völlig legal, Eure Fähigkeiten der Welt zur Verfügung zu stellen und sogar etwas dafür zu verlangen. Egal also, welches Instrument Ihr spielt, Ihr könnt es auch für andere spielen und aufnehmen. Mit den Annehmlichkeiten des Internets lässt sich dies sogar noch auf ganz bequeme Art und Weise bewerkstelligen: Studiomusiker sein. Doch wie könnt Ihr diese Karriere – egal ob Voll- oder Teilzeit – vorantreiben?

Studios
Auch heute könnt Ihr nach wie vor in ein lokales Tonstudio marschieren und dem Betreiber Eure instrumentalen Dienstleistungen anbieten, damit sich dieser an Euch wenden kann, wenn Euer Typ einmal gefragt wird. Einladungen zu Sessions, bei denen Ihr persönlich erscheinen müsst, kommen häufig sehr kurzfristig, habt also Euer Instrument gestimmt und gepflegt zur Hand usowie ein wenig Sprit im Tank.

Musiker
Wie so oft ist auch das Recording ein ‚people business‘. Je mehr Musiker und Produzenten Ihr also kennt – und je mehr diese Euer Können schätzen – umso besser kann Euer Terminkalender mit Aufnahmejobs gefüllt werden. Meistens sind es die Musiker selbst, die andere Sessionmusiker organisieren und mit ins Studio bringen. Gute und vor allem regelmäßig gepflegte Kontakte erweisen sich hier also als sehr nützlich.

Das Internet
Mit einem Internetzugang und ein paar netten Tools ist es ziemlich leicht geworden, über weite Entfernungen aufzunehmen und die fertigen Sachen innerhalb kürzester Zeit quer durch die ganze Welt zu schicken: eMail, Serverupload oder legale Filesharingprogramme. Es gibt einige Websites, über die Ihr Euch als Studiomusiker anbieten oder auch selbst Studiomusiker finden könnt wie z.B. Promusicianservice oder Studiotraxx, jeweils eine Art oDesk speziell für Musiker, Abrechnung inklusive.

Preise
Viele Musiker wollen gerne Stundensätze anbieten. Das erscheint aber eher etwas unfair, verdient dabei doch derjenige am meisten, der am längsten braucht, um seinen Job zu erledigen. Gleichzeitig zahlt der Kunde für sämtliche Fehlversuche mit. Es macht daher mehr Sinn, das fertige Produkt zu berechnen, also eine Gesangsspur, ein Gitarrensolo oder einen Mix. Als unbekannte(!), aber fähige Musiker könnt Ihr in etwa folgende Preise verlangen – jeweils in Euro und basierend auf den Angeboten bei Studiotraxx:

Leadgesang (Demo, z.B. für Verlage): 75 bis 200

Leadgesang für offizielle Veröffentlichungen: 150 bis 600 (oder mehr, je nach Ruf und Referenzen)

Instrumentaltrack (Gitarre, Bass, Synth…): 40 bis 100

Konzertflügel oder Schlagzeug: 75 bis 250

Solo (Gitarre, Saxophon…): 20 bis 60

Mixdown (pro Song): 75 bis 120

Mastering: 30 bis 60

Preise variieren natürlich und sind verhandelbar. Einerseits wollt Ihr Euch nicht unter Wert verkaufen, andererseits ist es oft das Budget Eures Kunden, das vorgibt, wieviel für Euch drin ist. Erscheint Euch eine Preisvorgabe zu niedrig, könnt Ihr entweder eine abgespeckte Variante anbieten (z.B. Piano am Synthie gespielt statt am echten Flügel, wodurch Ihr Euch die Mikrofonierung spart) oder einen Tausch vorschlagen (z.B. Gitarrenspur gegen Gesang für ein Demo).

Kunden
Leute, die Bedarf an Studiomusikern und deren Produktionen haben, sind andere Musiker und Bands, Tonstudios, Musikproduzenten, Jingleproduzenten, Werbeagenturen, Theater, Radio- und TV-Sender (die ihre eigenen Werbespots produzieren), unabhängige Filmemacher und einige mehr.

Findet sie
Um potentielle Kunden zu finden, ist Networking essentiell: von der realen Welt zur digitalen Onlinewelt und von Social Media zu Expertenforen gibt es viele Möglichkeiten, Euch zu präsentieren und als die Musiker bekannt zu werden, die man engagieren muss. Wie in vielen anderen Bereichen auch, benötigt Ihr Zeit, um Euch einen Namen zu machen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Lasst Euch also nicht entmutigen, wenn nicht alles gleich über Nacht geschieht.

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Die Toilette: idealer Werbeträger

Ein scheinbar bisher sehr stark unterschätztes Promotion “Tool” ist die Toilette. Nicht der Abort an sich, sondern jener geschlechtsspezifische Bereich aus WCs und Waschbecken, der sich sogar per Gesetz in jedem Live Club zu befinden hat.
Wenn Ihr also Eure Gig-Ankündigung endgültig in die Köpfe der Fans hämmern wollt, dann tut dies auf der Toilette. Dies ist ein Platz, den eine Vielzahl an Besuchern aufsucht, frei von jeglicher Ablenkung und völlig entspannt. Hier ist die Zielgruppe also aufnahmefähig.

Ein Gast, der am Pissoir steht, wartet und starrt die kahle Wand vor sich an. Warum soll er nicht auf Euren Flyer blicken? Es wäre ihm eine unterhaltsame und zugleich informative Abwechslung. Das gleiche gilt für die Kabinentüren, hier hätte sogar ein Plakat Platz.

Dann wäre da noch der Spiegel an den Waschbecken. Zwar sollte jeder Gast noch sein eigenes Spiegelbild betrachten dürfen (nicht nur für die Damenwelt wichtig), aber eine Reihe von Flyern, säuberlich an den unteren Rand des Spiegels getapet, sorgt für zusätzliche Wirkung, ehe das Plakat an der Ausgangstüre den letzten Wink mit dem Bretterzaun gibt.

Besucht also eine oder zwei Wochen vor Eurem Gig den Club, in dem Ihr spielen werdet und nehmt Euch die Toiletten vor. Am besten noch bevor der Laden öffnet, dann stört auch der Besuch auf der “falschen” Toilette nicht. Am Tag vor Eurer Show wiederholt Ihr das Ganze.

Noch ein paar Tipps:

  • bitte weiht den Betreiber des Clubs mit ein
  • wenn das Budget mitmacht, lasst spezielle witzige Flyer dafür anfertigen
  • legt noch ein paar lose Flyer auf den Waschtisch, den Handtuchspender etc.
  • aber behindert die Gäste nicht
  • bei großem Budget lasst Euer eigenes Klopapier drucken

Viel Erfolg !

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Musik kaufen leicht gemacht bringt Erfolg

Ja, Ihr habt richtig gelesen: Musik kaufen leicht gemacht. Und geht das Kaufen leicht, wirkt sich das auch positiv auf das Ver-Kaufen aus.

Stellt Euch folgendes vor: Ihr betretet ein Geschäft, deutet auf einen Artikel, haltet Euer Geld bereit und der Verkäufer sagt zu Euch „Kommt morgen wieder“. Werdet Ihr es wirklich noch einmal an einem anderen Tag versuchen? Ich wette, dass Ihr versuchen werdet, den gleichen Artikel woanders zu kaufen. Auf dem Weg dorthin entdeckt Ihr aber vielleicht etwas gänzlich anderes und gebt Euer Erspartes lieber dafür aus – oder Ihr seid klug und spart es…

Einen Käufer auf solch leichtfertige Weise zu verlieren kann auch Euch passieren, wenn Ihr es Euren Fans zu schwer macht, Eure Musik zu kaufen. Ist der Bestellvorgang nämlich zu aufwendig, wird der eine oder andere Fan mit einem einzigen Mausklick genervt wieder abspringen.

Es gab Zeiten, da schickten Fans voller Vertrauen Bargeld mit der Post. Im frühen Internetzeitalter erfragten sie dann per eMail die Details zum Kauf, um einen Tag später eine Antwort zu bekommen. Heute haben wir uns aber alle daran gewöhnt, schnell und einfach online zu bestellen, solange unsere Kaufstimmung anhält: Klick, Adresse eingeben, noch ein Klick – fertig.

Behaltet also Eure eigenen Shoppingpräferenzen im Kopf, wenn Ihr Eure Shopseite gestaltet. Macht den Einkauf übersichtlich und vermeidet unnötige Umwege mit zu vielen Klicks. Ihr benötigt kein teures Shopsystem, ein PayPal „Jetzt kaufen“ Button reicht völlig aus. Hier können Fans schnell und einfach per PayPal oder mit ihrer Kreditkarte bestellen und genießen zudem noch den PayPal Käuferschutz – Ihr nehmt Euren Fans damit noch die Unsicherheit, die zweifellos beim Kauf von Privatpersonen immer vorhanden ist.

Weitere Optionen sind Widgets, die vornehmlich von Digitalen Shops bereitgestellt werden (denkt an CD Baby oder Reverbnation). Bedenkt aber, dass die meisten solcher Drittanbieter vor dem Kauf eine Registrierung voraussetzen (Benutzername, Passwort – nein Passwort mit 12 Zeichen und mindestens 4 Zahlen – Bestätigungs-eMail, erneuter Login usw.), was den einen oder anderen Fan sicherlich wieder abschrecken wird. Wenn Ihr selbst eine einfachere Variante bieten könnt, tut es – und kassiert dabei noch 100% der Einnahmen.

Um Euren Fans etwaige Sorgen zu nehmen, könnt Ihr auch auf weitere Shops verlinken, die Eure CDs oder Downloads führen – am besten mit direktem Link zu Eurer Musik. Fans, die öfter bei einem bestimmten Anbieter einkaufen, entwickeln dabei ein gewisses Vertrauen. Auch der Ort des Shops kann von Bedeutung sein. So kann ein Fan aus den USA seine CD von einem Shop im Inland schneller und günstiger beziehen als aus Übersee, was für ihn mit viel Zeit und höheren Versandkosten verbunden ist.

Je mehr Bestellmöglichkeiten Ihr Euren Fans bietet und je einfacher diese wiederum zu ‚bewältigen‘ sind, umso mehr Musik werdet Ihr verkaufen können.

– Julian Angel

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Stockmusic – wirkungsvolle Titel geben

Wann immer eine Motorradgang über den Bildschirm fährt, hören wir dazu den Steppenwolf Klassiker ‘Born To Be Wild’. Schlagen sich zwei Boxkämpfer die Köpfe ein, läuft dazu Aguilera’s ‘Fighter’, nachdem der Einzug mit ‘Eye Of The Tiger’ untermalt worden war. Und wenn zuletzt ein Talkshowgast im Nachmittagsprivatfernsehen behauptet, ein Sexgott zu sein, kommt er zu ‘Sex Bomb’, ‘Sex Machine’ oder auch ‘Let’s Talk About Sex’ einmarschiert.

Wie es scheint, verlassen sich die Damen und Herren Musiksupervisoren bei der Musikauswahl entweder auf leicht zu assoziierende Klassiker oder suchen gezielt nach zum Thema passenden Begriffen direkt im Songtitel. Wie sonst soll ich mir erklären, warum ein Beitrag über Stock Car Rennen mit Tracy Chapman’s zwar schönem, aber hierfür viel zu relaxten ‘Fast Car’ untermalt wurde, und nicht etwa mit einem schnellen Rockriff?

Songtitel wie ‘Mojo Workin” und ‘Cryin’ At The Crossroads’ schreien nahezu nach erdigem Blues, doch den Zuschlag bekommt ein Alleinunterhalter, der das Zwölftaktschema herunternudelt und das ganze wohlwissend – oder doch rein zufällig – ‘Hermann’s Blues’ genannt hat.

Was hier überspitzt dargestellt ist, soll dazu anregen, Productionmusic nicht mit künstlerisch gehaltvollen Titeln zu versehen, sondern dem Kind einen pragmatischen, beschreibenden Namen zu verpassen: ‘The Boxing Champion’, ‘Racing Cars’ oder ‘Sad Lovesong’ liefern auf den ersten Blick die passenden Schlagwörter und sparen so dem Suchenden viel Zeit und setzen auch keine tiefgründige Kenntnis verschiedener Musikrichtungen voraus. Vielleicht muss es einmal ganz schnell gehen, oder man hat die Praktikantin mit der Suche nach Musikuntermalung beschäftigt.

In diesem Sinne, möge jemand den ‘Monkey Song’ schreiben, damit wir ihn in der nächsten Zoo-Doku zu hören bekommen…

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Die richtige Internetpräsenz

Vor einigen Jahren war es noch Myspace, dann kamen Facebook, Twitter, Youtube und spezielle Musiker Communities wie Reverbnation – Social Media ist überall, und mit richtiger Anwendung auch sehr nützlich. Was Social Media Profile allerdings nicht sind, ist ein kostenloser Ersatz für eine eigene Website.

Trotzdem nutzen viele Musiker ihr Social Media Profil als einzige Internetpräsenz. Damit begrenzen sie nicht nur ihre Möglichkeiten auf die Funktionen der jeweiligen Seite, sondern auch ihren eigenen Ruf. Nichts kann eine eigene Website ersetzen mit all ihren gestalterischen und funktionellen Möglichkeiten: Eigenes Design, individuelle Navigation, eigener Shop, Hörbeispiele, Bildergalerie, nicht zu vergessen den Presse/Downloadbereich und sehr viel mehr. Und sollte der Hype um Social Media einmal abflachen, hat man nämlich den sprichwörtlichen Spatz in der Hand und bleibt weiterhin geschäftsfähig, vielmehr noch unabhängig von der Popularität eines Online Portals.

Als Myspace vor einigen Jahren plötzlich nicht mehr angesagt war, standen viele Musiker da mit tausenden von mühevoll gesammelten Fans, die plötzlich nicht mehr präsent waren und bei Facebook von Null an wieder neu gewonnen werden mussten. Wer schon damals seine Fans auf die eigene Website gelockt und dort von einem Newsletterabonnement überzeugt hatte, war der Konkurrenz um Meilen voraus.

Erfolgreiche Online Marketer betrachten eine eigene Website mit eigener Domain als eine Art Heimat oder Hauptniederlassung im Netz, ähnlich einem Ladengeschäft. Social Media Profile sind hingegen eher Außenstellen oder ausgestreckte Arme, die sich am ehesten mit Infoständen oder Werbeflächen vergleichen lassen. Ihre Aufgabe ist es, nach neuen Kunden (oder Fans) Ausschau zu halten, um diese dann ins Geschäft, also auf die eigene Website zu schicken, wo sie das komplette Sortiment individuell präsentiert bekommen.

Außerdem zeugt das Vorhandensein einer aktuellen und informativen Website von Professionalität. Was mag das für eine Band sein, der rund 60 Euro für Werbung im Jahr zu viel sind? Ob sie wohl an der Tankstelle ähnlich knauserig ist, wenn es gilt, auf dem weg zu einem Gig den Band Bus aufzutanken?

Also, richtet Euch eine eigene Website ein und leitet Eure Fans von Euren Social Media Profilen dorthin – nicht umgekehrt.

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iTunes pre-sale: pure power

iTunes bietet Euch die Möglichkeit, Eure Musik per Vorverkauf anzubieten.  Mindestens 30 Tage vor dem Veröffentlichungsdatum könnt Ihr Vorbestellungen anbieten. Eure Fans bestellen dann im Voraus und erhalten am Tag der Veröffentlichung automatisch einen Download in ihrem iTunes Player.

Welchen Sinn macht das Ganze?

Zum einen besteht die Möglichkeit, durch den Vorverkauf Euer Album oder Eure Single durch weitere Promoaktivitäten ordentlich zu hypen.

Genial ist aber, dass sämtliche Käufe bzw. Verkäufe unabhängig von ihrem Zeitpunkt ‘gesammelt’ und automatisch dem Veröffentlichungsdatum zugeordnet werden. Auf diese Weise könnt Ihr an jenem magischen Tag hohe Verkaufszahlen erzielen und habt damit die Chance auf ein gutes Ranking bei iTunes (=mehr Publicity) oder gar auf eine Platzierung in den offiziellen Charts des jeweiligen Landes, in dem die Käufe getätigt wurden.

Wie man mit einer zeitlich exakt geplanten Kampagne im do-it-youself-Verfahren in die Charts kommen kann, erklärte am 21. April 2013 Paul Estrela bei MusicBiz Madness. Paul hat genau das 2012 mit dem Trio The MakeMakes und ihrer Single „Lovercall“ in Österreich geschafft.

 

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Interessante Newsletter schreiben

Kürzlich machte mir ein sehr guter und netter Medienpartner die Werbung in dessen eMail Newsletter schmackhaft. Gerade während der Musikmesse seien die Öffnungsraten sehr hoch, irgendwo um die 30 Prozent. Wie bitte? Gerade mal 30 Prozent aller, die den Newsletter abonniert haben, um regelmäßig wichtige Informationen über Musikequipment zu erhalten, lesen ihn auch?

Tatsächlich läge die Öffnungsrate zu Normalzeiten gerade einmal bei 8 bis 10 Prozent. Ich habe diesen Umstand mit einigen Musikern besprochen und selbst dort von ähnlich niedrigen Öffnungsraten gehört. Aber woher kommt dieses mangelnde Interesse?

Vielleicht sind die Newsletter zu langweilig. Reine Produktwerbung, pure Selbstdarstellung, unpersönlicher “Ton” oder uninteressante Inhalte können eine Ursache sein.

 

  • Konzertdaten sind meist nur für Empfänger aus der unmittelbaren Nähe interessant
  • “Kauft unsere CD”, “Liked uns” oder “Votet für uns” wirkt zu fordernd

 

Natürlich haben solche Ankündigungen ihre Berechtigung, aber etwas mehr Unterhaltungswert und vor allem “Nutzen” darf ein Newsletter schon haben, insbesondere, um langfristig interessant zu bleiben. Denn nur dann werden wichtige Meldungen auch gelesen. Hierzu ein paar Ideen:

 

  • regelmäßig witzige Videos (Bandprobe, Backstage etc.) veröffentlichen und im Newsletter die Links dazu verschicken
  • regelmäßig einen kurzen Song (Jam Session, Akustikversionen etc.) veröffentlichen und im Newsletter darauf hinweisen
  • über die eigene Musikszene im allgemeinen berichten (andere Bands vorstellen, CD Kritiken, Videolinks, Film- und Buchtipps (passend zur Szene))
  • Kommentare zu Themen aus der Szene (bis hin zur Satire / Comedy)
  • regelmäßige Geschenke an die Fans (gratis Downloads, Merchandise verlosen…) und vieles mehr, seid kreativ
  • Haltet den Newsletter kurz und bündig. Maximal drei Sätze über Euch selbst, dazu den Link zur Website, einen Link zu iTunes und einen zu CD Baby (o.a.). Anschließend unterhaltsam werden.
  • Auch im Betreff könnt Ihr bereits punkten, indem Ihr Eure Empfänger neugierig macht. “April Newsletter” klingt wirklich sehr flach, fast schon wie von einer Behörde. Interessanter wirken da schon “Achtung Fans: gratis Download” oder “Video der Woche: Pizzaessen Backstage”.

 

Insgesamt sollte ein Newsletter weniger als Mitteilungsinstrument verstanden werden, sondern vielmehr zur Bindung der Fans (oder Kunden) und damit dem Etablieren des eigenen Namens dienen.

Viel Erfolg…

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